Ein Schöpfungs-/Sintflutmodell

Ó 2001 Arthur V. Chadwick, Ph.D.

 

Allgemeine Einführung:

Dies soll ein erster Entwurf eines Vorschlags für ein Sintflutmodell sein. Dieses Modell beinhaltet einige Eigenschaften, die bisher noch nicht ausreichend beachtet wurden, inklusive Plattentektonik. Es ist sowohl vorläufig (d.h. neu und wachsend), provisorisch (d.h.es ist Gegenstand der Nachprüfung, Kritik, Revision und/oder Ablehnung) und revolutionär (insofern als es Ideen vorschlägt, die neu und im Allgemeinen nicht gut geprüft sind). Zur gleichen Zeit scheint das Modell ein breites Spekterum von Daten abzudecken, die mit Beobachtung und Offenbarung übereinstimmen, und es schlägt mehrere Verfahren zur eigenen Verifizierung vor. Deshalb bin ich der Hoffnung, dass es als ein Ausgangspunkt für ein umfassenderes Modell dienen kann. Zahlreichen Personen schulde ich Dank, die mit grundlegenden Ideen zu diesem Modell beigetragen haben, und ich will ihre Leistung damit anerkennen, das sie die Möglichkeit haben, zu lesen und zu verändern, was ich hier geschrieben habe. Bis jetzt übernehme ich die volle Verantwortung für die Darstellung ihrer Ideen in diesem vorläufigen Aufsatz.

Vorwort:

Kreationisten haben lange unter der Kritik gelitten, dass sie kein Modell präsentieren konnten, das das Paradigma der Erdgeschichte erklärte, das sie vertraten. Diese Kritik war nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, weil sie andeutete, dass das Konzept automatisch von geringerem Niveau und weniger wissenschaftlich schien, denn es konnten keine Experimente gemacht werden, um ein nichtexistentes Modell zu testen. Obwohl die selbe Kritik auf das Evolutions"modell" anwendbar wäre, war die Wahrnehmung, dass es irgendein Modell gab, ein signifikanter Vorteil für Evolutionisten. Von zusätzlich taktischem Vorteil war für die Evolutionisten, dass ihr Modell grösstenteils eine Beschreibung der Dinge, wie sie waren, war. Das war im Einklang mit der vorgegebenen Natur. Die Kreatonisten, die ihre Theorie im Allgemeinen auf die Bibel stützten, und versuchten geologische Erkenntnisse dem Modell anzupassen, waren dadurch mit einem schweren logischen und prozessuralen Problem belastet.

Der Entwurf eines Modells, mag es auch unangemessen sein, jedes Detail zu erklären, schien für Kreationisten überfällig zu sein. In diesem modell habe ich versucht, so deskriptiv wie möglich, geologische Beobachtungen in den Rahmen der Bibel zu weben. Im Ergebnis ist das Modell grösstenteils eine Beschreibung der Dinge, wie sie sind, geworden, und dadurch natürlicherweise im Einklang mit den wissenschaftlichen Beobachtungen und Messungen. Dieser Modellentwurf versucht, so viele Einzelheiten der fossilen Aufzeichnungen, wie möglich, in den vorgegebenen Rahmen von Schöpfung und Sintflut zu stellen. Sobald mehr Informationen zur Verfügung stehen, wird das Modell dementsprechend angepasst. Sollte gezeigt werden, können, dass das Modell nicht zum besseren Verständnis der Erdgeschichte beiträgt, kann es durch ein besseres ersetzt werden. In der Zwischenzeit bietet es Möglichkeiten zur rigorosen wissenschaftlichen Bewertung und Überprüfung, wie sie auf jedes Modell angewandt werden sollte, bevor es angenommen oder abgelehnt wird.

Meine Hoffnung besteht darin, dass dieses Modell die Möglichkeiten bietet, in der Harmonisierung der wissenschaftlichen Daten mit den Infoormationen der Bibel voranzuschreiten.

Einleitung: Die Sedimentgesteine, und zu einem gerineren Anteil, alle Gesteine der Erdoberfläche enthalten einen Datensatz, obgleich unvollständig und mehrdeutig, was die mit der Gesteinsbildung verbundenen Prozesse anlangt. Dieser Datensatz kann interpretiert werden; und ein sorgfältiges und erhellendes Lesen sollte Licht auf die damit verbundenen Prozesse werfen und zu einem gewissen Ausmass ein Fenster in die Erdgeschichte öffnen. Die aufgenommenene Erdgeschichte, wie sie in den Gesteinen dargestellt wird, kann man sinnvollerweise in vier grössere aufeinanderfolgende Zeiträume aufteilen.

Präkambrium: An vielen Stellen der Erdoberfläche enthalten die zuerst abgelagerten Sedimente wenig oder gar keine Lebensbeweise. Während diese Gesteine in anderer Hinsicht ähnlich zu den hangenden Schichten sind, gibt ihnen das generelle Fehlen von Fossilien, und die basale Position der Schichten den Status Präkambrium. In dieser Diskussion werden solche Gesteine als vorsintflutlich entstanden angenommen.

Paleozoikum: Oft liegen diese Gesteine über den präkambrischen Gesteinen, aber manchmal liegen sie auch direkt auf dem Grundgebirge. Die Gesteinsschichten enthalten zahlreiche Meeresbewohner von jeder grösseren Gruppe von Tieren. Obwohl viele dieser Fossilien heute ausgestorben sind, waren sie genauso komplex, wie jede äquivalente lebende Form. Die Gesteine, die diese Fossilien enthalten, werden paläozoisch genannt, weil man sich auf das angenommene hohe Alter der Tiere bezieht.

Mesozoikum: Die nächste Gesteinsfolge, die im Allgemeinen über dem Paläozoikum liegt, aber in einigen Fällen über dem Präkambrium oder dem Grundgebirge, wird Mesozoikum genannt. Diese Gesteine enthalten Pflanzen und Tiere verschiedenster Arten, wodurch sie am besten als eine Mischung von Land und Meer beschrieben werden können.Die Pflanzen und Tiere sind fast gänzlich verschiedene Formen verglichen mit jenen, die in denselben Stämmen im Paläozoikum vorkommen. Dies deutet ein fast vollständiges Ersetzen der im Paläozoikum vorhandenen Formen an.

Känozoikum: Die oberste Gesteinsfolge liegt in den meisten Gebieten über dem Mesozoikum oder Gesteinen eines beliebigen anderen Zeitabschnittes. Diese Gesteine enthalten die fossilen Überreste von Landsäugern und modernen Arten von Landpflanzen, mit einer breiten Vielfalt andrere fossiler Formen, von sowohl rezenten wie ausgestorbenen Formen.

Diese Begriffe werden, wie definiert, in der gesamten Arbeit benutzt werden.

Die Erde vor der Flut:

Es wurden ernsthafte Versuche von Geologen unternommen, die Erdoberfläche zu verschiedenen Zeiten in ihrer Geschichte rekonstruieren. Ein Grossteil der Daten, die für die Rekonstruktion notwendig sind, stammt aus der Untersuchung des Paleomagnetismus. Verschiedene Paleogeographen haben versucht, die frühere Erdoberfläche mit Hilfe paleomagnetischer Daten zu modellieren, wobei sie weitere Einschränkungen vornahmen. Die Ergebnisse dieser Arbeit schlagen vor, dass die Erdoberfläche zu Beginn des Paleozoikums aus einem einzelnen grossen Salzwasserkörper bestand, der im folgenden als Ozean bezeichnet wird. Dieser Wasserkörper enthielt einen einzelnen granitischen Kontinent, der mehr oder weniger uniform im Umriss war, mit Dimensionen, die den heutigen Landgebieten der Erde zusammengenommen nahekommen, und der die Hälfte oder mehr der Erdoberfläche bedeckte. Der Ozean, der den Kontinent umgab, diente zur Mässigung des Klimas und der Atmosphäre, indem er mässigend auf den Tag- und Nachtwechsel, mit Ausnahme des Kontinentinneren mit deutlichem Tageszeitenklima, und den Jahreszeitenwechsel Einfluss nahm. Aus diesen und anderen Gründen war das Klima von Pol zu Pol mild.

Die Lage des Originals des Kontinents auf dem Globus ist unsicher. Er mag in der Nähe des Südpols gelegen haben oder näher zum Äquator. Beide Möglichkeiten haben interessante Konsequenzen. Wenn die Landmasse um den Äqquator verteilt war, hätte sie wahrscheinlich eine mehr oder weniger zirkumglobale Verteilung gehabt. Hätte ihr Mittelpunkt jedoch auf dem Südpol gelegen, hätte die Verteilung des Sonnenlichtes ein schwerwiegendes Problem dargestellt.

Dieser Kontinent bestand aus drei herausragenden geographischen Einheiten: Die Küstenlinie des Kontinents, die von marginalen Mittelgebirgen begrenzt wird, Küstenketten, die dazu dienen, das Innere des Kontinents vom Ozean zu trennen. Innerhalb dieser Küstenketten lagen ausgedehnte Süsswasserseen. Von dort steigt die Erdoberfläche bis zu einem breiten, zentralen Plateau im Landesinneren an.

Das zentrale Plateau bestand aus einem extensiven Hochland, das heute die kontinentalen Schildeverschiedener Kontinente ausmacht. Dieses Plateau war die grüne Lunge des Planeten, die eine scheinbar unendlicher Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten aufwies. Die Flora dieser Region wurde von Angiospermen (blühenden Pflanzen) dominiert und war zusätzlich der Lebensraum der meisten Säugetiere, den Menschen eingeschlossen. Diese zahlreichen Pflanzen- und Tierarten, am besten in den Fossilien der Sedimentgesteine des Känozoikums repräsentiert, stammen ursprünglich von diesem Plateau. Auf dem Plateau gab es zahlreiche Seen und Flüsse, weshalb es als Quellgebiet für ein komplexes System von Wasserwegen diente. In diesem zentralen Hochland entsprangen grosse Flüsse, die in alle Himmelsrichtungen flossen und die Erde bei regelmässigen Überflutungen bewässerten. Die Flüsse waren mit den Süsswasserseen verbunden und wurden von einem Mechanismus bewegt, der vielleicht die Corioliskraft oder gravitative Anziehung von einem näheren Mond beinhaltete.

Die Grenzen des Kontinents bilden schmale Gebirgszüge, die das Festland vom Ozean trennen. Diese Höhenzüge waren im Allgemeinen arider als das innere Plateau, das unterschiedlich vom hydrologischen System angeschlossen war. In den trockeneren Gebirgszügen waren verschiedenste mesische (d.h. sie können mit wenig Wasser leben) Pflanzen und Tiere, wobei Reptilien vorherrschten, heimisch. Auch grosse Mengen an Sedimenten kommen von dort und werden heute in den mesozoischen Ablagerungen gefunden.

Zwischen den Randgebirgen und dem zentralen Plateau gelegen befanden sich mehrere, vielleicht vier oder mehr, grosse Süsswasserseen, die dem granitischen Kontinent auflagen. Diese Wasserkörper, weithin von Geologen als eine wichtige Landschaftseinheit im Paleozoikum anerkannt, werden epikontinentale Seen genannt.

In diesen Seen lebten Tiere verschiedenster Arten von Wirbeltieren und Wirbellosen, die gemeinhin in den paleozoischen Gesteinen gefunden werden. Extensive Vegetation unterschiedlicher typischer paleozoischer Pflanzenarten bedeckte das angrenzende Ufer und und setzte sich in Form von schwimmenden Inseln auf der Seeoberfläche fort. Die Pflanzen bestanden aus schnellwachsenden Farnstauden, Farnbäumen, Lycopoden (ausgestorbene Verwandte der Moose) und Kalamiten (ausgestorbene Formen des heutigen Schachtelhalms), die viel grösser als die modernen Verwandten waren. Die dominanten Pflanzen erreichten Höhen von über 35 Metern mit Stammdurchmessern von von bis zu einem Meter und mehr. Das Wachstum dieser Pflanzen, besonders der baumartigen Lycopoden und Kalamiten, wurde wahrscheinlich in einer Vegetationsperiode mit Wachstumsraten von 10 - 20 Zentimetern pro Tag beendet. Die Inseln, die aus umgestürzten Bäumen und Blättern dieser Riesenformen aufgebaut wurden, wurden auf Akkumulationen von mehreren zehner oder gar hundert Metern Humus und Pflanzenresten gegründet. Die Inseln wurden von verschiedensten Arten von Vierfüsslern, hauptsächlich Amphibien, die im Paleozoikum gefunden werden, bewohnt. Die epikontinentalen Seen werden in den geologischen Aufzeichnungen durch Geosynklinalen repräsentiert, in denen heute extensive Ablagerungen von paleozoischen Sedimenten auf den Kontinenten gefunden werden.

Der Ozean war ein Salzwasserkörper, auf basaltischen Gesteinen liegend. Im Wasser befanden sich Fische, Wale, und andere Meerestiere, die Lebensformen darstellten, die den heutigen in den Ozeanen nahekommen, als auch vielen Formen, die inzwischen ausgestorben sind, aber im Allgemeinen aus Arten, die als Fossilien mit Beginn des Mesozoikums gefunden werden.

Die Sintflut:

Am |Anfang von mehreren Tagen, versickerte in den Untergrund und floss als Grundwasser zum Meer. Mit Fortsetzung der Flut wurden die tieferliegenden Regionen, die an die epikontinentalen Seen grenzen, überflutet und die Seen selbst, die darin lebenden Tiere eingeschlossen, wurden von Sedimenten mehr und mehr zugeschwemmt. Vielleicht wurde letzteres durch die Freigabe von Wasser und Sedimenten vom zusammenbrechenden hydrologischen System unterstützt Die Muster der Paleoströme, die im Paleozoikum gefunden werden, spiegeln grossenteils diese den Seen zugewandten Fliessrichtungen wieder, wobei sich die Ströme sowohl entlang als auch entgegen geoklinale Achsen orientieren.

Als die Sedimente in den Seen abgelagert wurden, führten die veränderte Salinität (wahrscheinlich auf ansteigende vulkanische Aktivität oder die Freilegung von Salzlagerstätten zurückzuführen), die zunehmende Trübe (auf den Transport grosser Mengen an Sedimenten im Wasser zurückzuführen, und/oder Temperaturveränderungen (wegen der Verdunkelung der Sonne für mehrere Tage) zu der sukkzessiven Zerstörung verschiedenster Lebensformen im Wasser, denn ihre Tolerationsgrenzen für die genannten Faktoren wurden erreicht. Diese Formen wurden dann sukzessive geordnet in den geosynlinalen Becken begraben, in denen sie zuvor heimisch waren.An der Wasseroberfläche wurden die aus Vegetation bestehenden Schwemmlandinseln zu Flachwasserbereichen verlagert, wo sie in Silt eingebettet und Abelagert wurden. Durch kontinuierlich steigenden Wasserstand wurde dieser Vorgang wiederholt, durch den zusätzliche Lagen von Vegetationsmassen von den epikontinentalen Seen herangeführt und begraben wurden, wodurch die grossen Kohlelagerstätten des Karbons angereichert wurden.

Die globale Temperatur begann unter dem Einfluss der anhaltenden Wolkenbedecknug zu sinken.Auf dem zentralen Plateau sammelte sich Schnee und Eis, woraus sich massive Eiskappen bildeten, die die Hochlandvegetation und dier Tierwelt des zentralen Plateaus begruben. Als die Eisplatten über das Plateau flossen, wurde die Erdkruste bis auf das Grundgestein freigelegt. In der Tat wurden augedehnte Gebiete des Kontinentinnern von jeglichen Sedimentgesteins befreit. Als Folge davon wurde das zentrale Plateau herauspräpariert, eine Region, die später die kontinentalen Schilde von Afrika, Südamerika, Nordamerika und anderen Kontinenten bilden sollte. Glazigene Sedimente lieferten signifikante Beiträge zu den überfluteten tiefergelegenen angrenzenden Gebieten.

Das Ende des Paleozoikums und der Beginn des Mesozoikums wurde durch das Zerstörungswerk der Küstenlinie durch Salzwasser, verursacht durch ansteigenden Meeresspiegel, angedeutet. Während des Paläozoikums wurden diese Wassermassen noch von den Küstenketten gehalten. Unter dem Einfluss des anhaltenden Regens und und eines sinkenden Kontinents brachen die Wassermassen jedoch in das Innere des Kontinents ein und brachten grosse Sedimentmengen und organisches Material von den Küstenhochländern mit sich. Diese Wassermassen breiteten sich über die nun gefüllten Becken der epikontinentalen Seen aus und schütteten den Kontinent mit zusätzlichen Sedimenten zu, wodurch die letzten Reste von salzintoleranten paläozoischen Lebensformen ausgelöscht wurden. Diese Lebensgemeinschaften wurden schnell durch Organismen der salinen ozeanischen Fauna und von mesischen Lebensformen der Küstenhochlaender, eingeschlossen Dinosaurier und andere Reptilien, ersetzt. Korallenriffe mit völlig anderen Pflanzengesellschaften und andere stiellose mesozoische Lebensformen wurden entweder von den nahen Uferzonen des Meeres zu den kontinentalen Grenzgebieten getragen, als der auseinanderdriftende Kontinent den Seeboden zur Subduktion zwang, oder durch katastrophische Prozesse in das kontinentale Becken versetzt. Ein Teil wurde auch entlang der Küstenketten von dorther herangeschwemmten Sedimenten begraben. Eine Zeit lang konnten sich in den tiefergelegenen Gebieten einige terrestrische Lebensformen erhalten, und die überlebenden Arten wanderten in höhergelegene Gebiete. Durch die unbarmherzig weiter steigenden Wassermassen kamen auch sie in Lebensgefahr. Anhaltende Erosion der Küstenhochlaender brachte Sedimente sowohl in das Kontinentinnere als auch zu Lagerstätten im Meer, die bald die voranschreitenden Küstenketten vergrössern sollten.

Der gesamte Kontinent ist jetzt von Überschwemmung bedroht. Mächtige Meeresströme fliessen über die untergegangenen Landformen, verteilen Sedimente und Organismen über den Kontinent und ertränkte ganze Gruppen überlebender Landtiere. Diese mesozoischen Ströme sind von den paläozoischen insofern zu unterscheiden, als letztere offensichtlich in Beziehung zu den epikontinentalen Seen stehen, im Allgemeinen in Richtung der Kontinentränder fliessend. Die mesozoischen Ströme sind öfter ohne Beziehung zu den Becken und werden von landeinwärts gerichtetem Wasserfluss (bis hin zum Kontinentinnern) dominiert. Die voranschreitenden marinen Wasser wandeln die Erdoberfläche in eine riesige Wasserfläche um, die allmählich sogar die höchsten Punkte des Landes bedeckt. Die Überbleibsel der abgestorbenen Vegetation und die Tierkadaver verschmutzen die Meeresoberfläche.

Gegen Ende des Mesozoikums beginnt der grosse Bruch des Kontinents in mehrere Platten. Kontinentale Paläoströme deuten einen Trend zu dem sich nun öffnenden Becken des proto-Atlantiks im Innern der Pangäa an. Die Kontinente beginnen isostatisch anzusteigen, und damit verbundener Vulkanismus verursacht grosse Mengen an Asche und Lava. Die Wärme, die durch die die Wolkenbedeckung verlorengegangen ist, wird durch die Wärme des Magmas ersetzt, das an den neuen Riftzonen austritt, und die riesigen Mengen an Inlandeis schmilzen, wodurch die Pflanzen- und Tierreste auf dem zentralen Plateau nahe der Erdoberfläche abgelagert werden. Die Kontinente tauchen aus den Flutwassern auf, woduch Becken mit den darin enthaltenen Wassermengen und Pflanzen- sowie Tierresten abgetrennt werden. In diesen Becken werden nun Sedimente akkumuliert und die organischen Reste sinken zu Boden und werden bei fortschreitendem katastrophischen Prozessen in den Sedimenten begraben. Nun sind jedoch die dominanten Fliessmuster der Paläoströme auf die Becken gerichtet mit grundlegenden Beiträgen von den sich entwickelnden grösseren kontinentalen Flussystemen, wie das Mississippi Einzugsgebiet. Die zurückgehenden Wasser tragen weiterhin im späten Känozoikum riesige Sedimentmengen in die modernen Ozeanbecken, während die vertrauten kontinentalen Formen entstehen. Dies wird von Gebirgsbildung und kontinentalemn Verschiebungen und Faltungen grossen Ausmasses begleitet. Erosion und Denudation sowie fortschreitende anastrophische(lokale katastrophische) Prozesse resultieren in der Freilegung grosser Gebiete der Kontinente und der Fossilierung gestrandeter Überbleibsel der Sintflut. Schwimmende Kadaver von Vögeln und Säugetieren zerfallen und werden in die sich ansammelnden Sedimente eingelagert.

Die Erholungszeit:

In der Zeit nach der grossen Katastrophe erholt sich die Erde mehr und mehr von dessen Auswirkungen. Es fällt weiterhin Starkregen, das Klima oszilliert zwischen Kaltzeiten und Warmzeiten, und die Erde selbst hat weiterhin unter diesen Einflüssen zu leiden. Sobald die Tiere eine offene Landschaft vorfinden, verbreiten sie sich dort schnell. Die Reproduktionsraten sind optimal. Die Erhältlichkeit offener ökologischer Nischen ermöglicht überall Spezialisierung in ungeahntem Ausmass. Allmählich werden die Klimaschwankungen geringer, und die Erde geht in ein weniger katastrophisches Zeitalter über.

Erklärungen und Prüfungen des Modells:

Dieses Modell ist direkt auf eine Reihe von Beobachtungen unter Berücksichtigung der Erdgeschichte gegründet. Ich will versuchen, diese ihrer Bedeutung für das Modell nach geordnet zu erklären.

Heutiges Ozeanbecken: Die heutigen Meere scheinen keine Sedimente zu enthalten, die älter als das Mesozoikum sind. Das bedeutet, dass die Sedimente heutzutage vom Meeresboden gefunden werden, keine fossilien enthalten, die in den den paläozoischen Gesteinen gefunden werden. Dies hat Verfechter der Plattentektonik und Paläogeographen dazu geführt, anzunehmen, dass der gesamte Meeresboden des Paläozoikums subduziert wurde, womit sie ein grösseres Problem für Evolutionsmodelle elegant entfernten. Das Modell, das hier vorgestellt wird, bietet jedoch im Gegensatz dazu eine Erklärung für die Abwesenheit paläozoischer Fossilien in den Ozeanbecken, ohne einen kompletten Austausch des Meesresbodens annehmen zu müssen. Das wird wichtig im Angesicht der thermischen Konsequenzen der Plattenbewegung. Wenn Meeresboden auf einer Seite des des Kontinents subduziert wird, muss er auf der anderen Seite neu gebildet werden. Diese Neubildung könnte beinhalten, dass der Kontinent den Meeresboden "überschwimm" oder, dass riesige Mengen von flüssigem Magma in den Ozeanboden intrudieren. In jedem Fall würde der Prozess die Produktion von Wärme oder geschmolzenem Gestein beinhalten. Geschmolzenes Gestein würde das Wärmegleichgewicht des Meeres deutlich verändern.

Dieses Modell erklärt ferner, was den konventionellen Geologen grosse schwierigkeiten bereitet. Fast alle Sedimente in den heutigen Ozeanbecken stammen vom obersten Tertiär (ca. 95% ist Miozän-Pliozän). Aus der Zeit davor gibt es nur wenige Fundstellen von kontinentalen Sedimenten auf dem Meeresboden. Während ich noch keine überzeugende Erklärung für diese Datenlage innerhalb des evolutionären Paradigmas gefunden habe, passt sie perfekt in ein Modell, in dem die heutigen Kontinente nach Abklingen der Sintflut im oberen Känozoikum aus den Wassern auftauchen, und kontinuierlichem massivem Abtransport von Sedimenten von den Kontinenten bis in die Gegenwart.

Prognosefähigkeit und Prüfung des Modells: Es bleibt noch viel zu tun, bis das Modell der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Hier sollen ein paar Gebiete genannt werden, die für die weitere Prüfung des Modells von grösstem Interesse sind:

Muster von Geosynklinalen Eine Serie von Ablagerungsbecken erstreckt sich über die meisten grösseren Kontinente und dient als Lagerstätte für die meisten paläozoischen Seedimente. Diese "Marginalen Becken" oder Geosynklinalen repräsentieren die Überbleibsel der vorsintflutlichen epikontinentalen Seen. Die Muster, die sie auf der Erdoberfläche bildeten, lieferten wichtige Informationen über die genaue Lage der vorsintflutlichen Kontinente zueinander und der Wassersysteme. Informationen stehen schon zur Verfügung, wo auf den verschieden kontinenten diese Synklinalen liegen. Das hilft uns sehr bei den Versuchen, das vorsintflutliche Relief und die Lage der Seen zu rekonstruieren, und gibt uns ein Hinweise, wo die Quellgebiete der mesozoischen und känozoischen Pflanzen und Tiere sowie der Sedimente liegen könnten.

Grenzgebirge: Wir sammeln Wissen über die Art der Steine, die in den Grenzgebirgen (oft "Mobile Belts" genannt) präsent sind, die das Festland begrenzten und die epikontinentalen Seen vom Meer trennten. Diese Gebirge sollten die Gesteinsarten repräsentieren, die auf dem Ozeanboden gefunden werden und sollten fossilienfrei oder, wenn, mesozoische Arten von Fossilien enthalten. Das scheint nach gegenwärtigem Forschungsstand der Fall zu sein.

Paläoströme: Muster von Paläoströmen verschaffen uns Schlüsselinformationen über die Bewegung von Wasser und Sedimenten auf dem nordamerikanischen Kontinent in der Vergangenheit. Wir sind dabei, ähnliche Informationen über andere Kontinente zu sammeln, so dass wir dort auch solche Muster rekonstruieren können. Dies ist wichtig für die Rekonstruktion von der Form des ursprünglichen Superkontinents. Die gegenwärtige Datenlage lässt vermuten, dass während des Paläozoikums die Hauptfliessrichtung von dem zentralen Plateau weg war, wie auch das Modell aussagt, und, dass die Fliessrichtung während des Mesozoikums entgegengesetzt war, wiederum vom Modell vorhergesagt. Im Känozoikum scheinen die Ströme auf kleinere Becken begrenzt zu sein, was wiederum vom Modell vorausgesagt wird.

Rekonstruktion von Protopangea: Wir versuchen, das paläozoische Datenmaterial besser zu verstehen, um zu bestimmen, in welcher geographischen Breite wir die Kontinente positionieren müssen, die nicht am proto-pangäischen Superkontinent des frühen Paläozoikums Anteil hatten. Nordamerika (Laurentia), Europa und Asien (Laurasia) und Russland (Siberia) werden häufig als sich während des Paläozoikums auf der Erde bewegend gezeichnet, der Superkontinent Gondwana hingegen bleibt mehr oder weniger intakt. Gegenwärtig scheint das Datenmaterial für paläogeographische Rekonstruktionen sehr flexibel zu sein. Der Gedanke, einen einzigen paläozoischen Superkontinent anzunehmen, scheint nicht zu weit hergeholt zu sein, denn geographische Länge kann nicht von paläomagnetischen Daten abgeleitet werden. Also können die Landmassen mehr oder weniger in jeder Länge angenommen werden. Die Breite wird auch eher durch Interferenzmessung, als durch Paläomagnetismus bestimmt, sogar bevorzugt gegenüber Paläomagnetismus.

Korallenriffe: Das Modell erklärt die Präsenz paläozoischer Korallen auf den Kontinenten. Es stimmt auch mit der generellen Abwesenhjeit von mesozoischen und jüngeren Korallen auf den Kontinenten überein. Die Voraussage des Modells, dass postpaläozoische Korallen (Korallen, weil sie anders als marine Formen nicht schwimmen, gehen oder fliegen können und langsamer wachsen)in der Nähe der Küstengebirge des Ozean auffindbar sein müssten, oder von den Küstengebirgen durch sedimentologische oder tektonische Prozesse verlagert wurden, scheint aufrechtzuhalten sein. ein grossteil der skleraraktinischen und anderer mesozoischer und jüngerer Biohermen (Riffe die aus den Überbleibseln von Lebewesen bestehen) werden mit ein paar Ausnahmen entlang der Küstenketten oder in Kollisionszonen (früheren Küstenketten) gefunden.

Weiterhin folgt aus dem Modell, dass die Nahtzonen von Kontinentkollisionen mesozoische Meeresbodensedimente und Korallenriffe, usw. des Mesozoikums (d.h. skleraktinische Korallen, usw.) enthalten müssten. Eine Analyse der Fossilien, die in den Pyrenäen, den Alpen, im Himalaya, den Karpaten, dem Ural und anderen vermeintlichen Kollisionszonen gefunden werden, sollte Sedimente von Meeresboden enthalten. Das lässt sich für die Alpen und für andere Zonen dieser Art bestätigen, die untersucht worden sind.

Angeschweisste Terranes:Von signifikant grossen Gebieten verschiedener Kontinente wird angenommen, dass sie an die Küstenketten angeschweisst wurden, als sich die kontinentale Platte über die ozeanische Platte schob. Manchmal sind diese angeschweissten oder exotischen Terrane ozeanischer Herkunft, weshalb sie mesozoische oder jüngere Fossilien enthalten müssten, manchmal repräsentieren sie jedoch Fragmente anderer Kontinente, die durch Kollision angeschweisst wurden. In diesem Fall könnten die Reste eines innerkontinentalen Beckens eingeschlossen sein, mit prinzipiell paläozoischen Fossilien. Wir prüfen die Hypothese, dass angeschweisste Terrane kontinentalen Ursprungs im allgemeinen auch Fossilien paläozoischer Art enthalten, während angeschweisste Terrane mit mesozoischen oder jüngeren Fossilien ozeanischen Ursprungs sind. In unserem Modell sagen wir aus, dass ozeanische Kruste mesozoische oder jüngere Organismen enthält, wohingegen kontinentale Kruste auch paläozoische Fossilien enthalten müsste. Angeschweisste Terrane ozeanischer Herkunft mit mesozoischen Korallenriffen wären im Einklang mit dem Modell. Zieht man in Betracht, dass wir 200 Terrane in Nordamerika und 20 oder mehr je in Südamerika und Neuseeland untersuchten, sind die Ergebnisse überwältigend konsistent mit dem Modell. Es gibt eine Handvoll Ausnahmen, die jedoch noch nicht im Detail untersucht wurden, um zu sehen ob sie von dem Modell erklärt werden können.

Marine Mikrofossilien: Radiolarien werden sowohl in den paläozoischen Seen als auch in den meso-känozoischen Ablagerungen gefunden. Die heutigen Radiolarien kommen nur in Salzwasser vor. Deshalb wird angenommen, dass auch in der Vergangenheit Radiolarien nur mariner Umgebung vorkamen. Es gibt zahlreiche Ablagerungen paläozoischer Gesteine, die radiolarische Quartzite enthalten. Die paläozoischen Formen starben fast vollständig gegen Ende des Paläozoikums aus, wie dies von Süsswasserlebewesen zu erwarten wäre. Weitere Beweise für die Existenz von Süsswasserradiolarien müssen noch gesucht werden. Bestimmte andere planktonische und benthonische Mikrofossilien werden vielleicht sowohl in Süsswasser als auch Salzwasser gefunden, jedoch müssten die genauen Formen verschieden sein.

Mesozoische Sedimentation: Die Verteilung mesozoischer sedimente sollte weit über die Grenzen der paläozoischen epikontinentalen Seen hinausreichen. Die mesozoischen Gesteinsarten sollten die verschiedenen Sedimentquellen wiederspiegeln, als auch die Hauptfliessrichtung zum zentralen Plateau. Das scheint bei jenen Kontinenten der Fall zu sein, von denen genügend Forschungsergebnisse vorhanden sind. Weitere Ergebnisse werden folgen. Das Modell sagt voraus, dass weitere Ergebnisse von anderen Kontinenten diesen Trend bestätigen werden.

Taphonomie Forschung: Das Modell öffnet auch ein fruchtbares Gebiet für die Erforschung der Taphonomie. Ein Aquarium mit komplexen Lebensgemeinschaften könnte Änderungen der Salinität, Temperatur und/oder Trübe ausgesetzt werden, um zu bestimmen, ob eine geordnete Todesfolge modelliert werden kann, um die aufsteigende Folge von niederen zu komplexeren Lebewesen in den aufeinanderlagernden Gesteinsschichten zu erklären.

Rationale and Schlussfolgerung:

Kreationisten haben lange unter der Kritik gelitten, dass sie kein Modell vorweisen konnten, dass das Paradigma der Erdgeschichte erklärt, das sie vertreten. Diese Kritik war schwer zu ertragen, weil sie beinhaltete, dass das Konzept automatisch minderwertig und weniger wissenschaftlich sei, insofern keine Experimente zur Prüfung eines nichtexistenten Modells gemacht werden können. Obwohl dieselbe Kritik auf das Evolutions"modell" anwendbar ist, war die öffentliche Wahrnehmung, dass es irgendein Modell gab, zum Vorteil für die Evolutionisten. Ein zusätzlicher taktischer Vorteil für die Evolutionisten bestand darin, dass ihr Modell weitestgehend eine Beschreibung der Dinge, wie sie sind war, und dadurch im Einklang mit den Beobachtungen in der Natur. Kreationisten, die im Allgemeinen ihr Modell auf die Bibel stützten und versuchten geologische Forschungsergebnisse dem Modell anzupassen, wurden dadurch mit einem schweren logischen und prozessoralen Problem belastet.

Die Erarbeitung eines Modells, auch eines, das unangemessen zur Erklärung jeder Einzelheit ist, schien ein unabweisbares Bedürfnis für Kreationisten zu sein. In diesem Modell habe ich versucht, so deskriptiv wie möglich vorzugehen, indem ich geologische Beobachtungen in den Rahmen der Heiligen Schrift gestellt habe. So ist das Modell auch weitestgehend eine Beschreibung der Dinge wie sie sind, und dadurch natürlicherweise mehr im Einklang mit den naturwissenschaftlichen Beobachtungen und Ergebnissen. Das vorgestellte Modell versucht so viele Einzelheiten wie möglich des Zeugnisses der Fossilien in seinen Rahmen von begrenzenden Grundannahmen, durch Schöpfung und Sintflut vorgegeben, aufzunehmen. Sobald weitere Informationen erhältlich sind, wird das Modell dementsprechend angepasst werden. Sollte nachgewiesen werden, dass das Modell nicht zum besseren Verständnis der Erdgeschichte beiträgt, kann es durch ein besseres ersetzt werden. In der Zwischenzeit kann es rigoroser naturwissenschaftlicher Bewertung und Prüfung unterzogen werden, der jedes Modell unterzogen werden sollte, bevor es angenommen oder abgelehnt wird.

Ich bin der Hoffnung, dass dieses Modell Möglichkeiten bietet, die wissenschaftlichen Ergebnisse mit den Informationen der Bibel weiter zu harmonisieren.